urn:newsml:dpa.com:20090101:100314-11-10781Sie versuchen es immer noch über die Entschuldigungsnummer. Aufklärung?  Aufarbeitung?  Tätige Reue?   Fehlanzeige.

Frederico Lombardi SJ, der Pressesprecher des Vatikans, äußerte sich in einem aktuellen Interview in der österreichischen Tages- zeitung kurier zum Verhalten des Papstes im Missbrauchsskandal (2. Mai 2010).

17 Kommentare

  1. Das „noch“ ist zuviel.
    ROFL
    An der Spitze der Diskussion die heutige Runde auf west.art (Bettina Boettinger). Professor (!) von SJs St.Georgen Uni versuchte unverschämt das Gleichnis vom verlorenen Sohn umzudeuten: Missbrauchsopfer dürfen wieder mit Papa (bzw. Frau Raues Crew) sprechen um dann in den Schoß der Heiligen Mega-Sekte wiederaufgenommen werden zu dürfen. So wie die missbrauchten und geprügelten Heimkinder, die es heulend der Nonne erzählten in der Hoffnung auf Beistand, dann von der als Lügner verprügelt wurden mit der Auflage zum missbrauchenden Pfaffen zu gehen und ihm die „Lüge“ zu beichten.
    Die Vetreterin der Generation Benedikt hatte ihre gedanken bereits vollständig bei den Pfaffen abgegeben. Man hätte genauso gut Generation Michael Jackson zu ihr sagen können.
    Die anderen (der zurückgetretene homosexuelle Herausgeber von „Theologisches“) und ein homosexueller, inzwischen verheirateter und noch nicht exkommunizierter Priester und 2 schriftsteller ließensich die Worte nicht mehr im Mund verdrehen und die Vertreter der RKK als das aussehen, was sie sind. Mit Buß-Shows a la Wir haben 500 Jahre Galilei verhindert – jetzt gehts nicht mehr anders! na dann machen wir ne Show draus (oder auch Turiner Grabtuch und sonstiger Zauber) – dürfte da nicht mehr viel zu machen sein.
    Ich empfehle als Ansprechpartner für den heiligen Mega-Sekten-Vater allenfalls die reuevolle und bußfertige Vereinigung im tränenreoichen gebet mit – BRUDER FREYTAG, der seine erkenntnisse auf geheimnoisvolle und so prägnante Weise schon damals am CK wie folgt zusammen fasste: „SÜNDE! SÜNDE!“ Wusste er mehr?

    ROFL

  2. Ansgar Wucherpfennig
    http://www03.wdr.de/tv/westart/sonntag/sendungsbeitraege/2010/0502/wucherpfennig.jsp

    ist Professor für Exegese des Neuen Testaments

    http://www.sankt-georgen.de/lehrende/wucherpfennig.html
    Wie kann er das Gleichnis vom verlorenen Sohn so auslegen? Ich dachte, ich höre nicht richtig.
    Auch der Gast Alan Posener
    http://www03.wdr.de/tv/westart/sonntag/sendungsbeitraege/2010/0502/posener.jsp

    war offensichtlich so irritiert, dass er mit einer eigenen Interpretation des Gleichnisses sagte, dass Wucherpfennig die Kernaussage des Textes nicht verstanden hat und versuchte, die Umdeutung des Gleichnisses wieder zu korrigieren.

    Auch die Aussagen von Wucherpfennig zu Frauen etwas vorher in der Sendung waren ja voll irre. (Mann-Priester-Zugang zur Transzendenz-Frau- Fruchtbarkeitsriten-Banane oder so ähnlich)

    Kann jemand einen Mitschnitt von Clips mit Aussagen von Ansgar Wucherpfennig aus der Sendung posten oder noch besser bei YouTube einstellen?

    Hier eine Rezension von Klaus Berger Prof. em. Heidelberg
    http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Berger_%28Theologe%29

    zur Habilitationsschrift von Ansgar Wucherpfennig SJ über den heiligen Josef

    “…Die vorgelegte Habilitationsschrift ist ….. ist eben total intellektuell….”

    http://www.jesuiten.ch/page.asp?DH=442

    Berger bescheinigt Wucherpfennig, ein Intellektueller zu sein. Ich suche jetzt mal einen Text, wo Wucherpfennig dieses Lob erwidert.

    ROFL

  3. („UNTERWEGS!“ – jawoll 😉 thx.)

    ach und:

    BRUDER FREYTAGS OFFENBARUNG HEUTE NOCH SPÄT:

    …für alle, die insgeheim auf Entschädigungs-Geld brennen und ansonsten eigentlich nichts mehr mit denen zu tun haben wollen (was die natürlich wissen),

    außer der Geschichte des Murphy-Berichts und UNTERWEGS‘ Hinweis auf RKK-Card.(Mainz)-Lehmanns vorsorglichem Hinweis hier (siehe unten), dieser Hinweis

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-03/sexueller-missbrauch-usa.

    Die von der Täterorganisation bevorzugte

    immaterielle Hilfe gibt es selbstverständlich
    nach wie vor bei Frau Raue
    (NUR NOCH KURZE ZEIT!)

    & friends!

    ROFL LOL

  4. Zum angeblich geplanten Bussakt des Papstes am 11. Juni hier zwei links

    Da der link im Artikel nicht funktioniert, hier noch einmal

    Kurier: Vatikansprecher: „Der Papst hat nichts vertuscht“

    http://kurier.at/nachrichten/1998563.php

    und

    Mehr Betroffenheitsresistenz, bitte von Guido Horst

    http://www.die-tagespost.de/2008/index.php?option=com_content&task=view&id=100057276&Itemid=5

    Die Tagespost

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tagespost

    Bei dieser Gelegenheit ein Portrait von Ansgar Wucherpfennig SJ aus der Tagespost
    …..
    http://www.die-tagespost.de/2008/index.php?option=com_content&task=view&id=200056159&Itemid=4

    Wegen seines Auftritts bei Bettina Böttinger stehe ich immer noch unter Schock.

    Barbie hat ja den festen Freund Ken

    http://de.wikipedia.org/wiki/Barbie

    Ich wollte Plastikpuppen-Hersteller Mattel vor einiger Zeit schon vorschlagen, Father Jonathan als Kens Priesterfreund in die Serie aufzunehmen:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Morris_%28priest%29

    http://www.youtube.com/watch?v=lA-cpzGWVwE

    Seit gestern ist mein Favorit für eine neue Mattel-Puppe eindeutig Pater Ansgar. So plastikhaft kommt auch Father Jonathan nicht rüber.

  5. Nein, nein, Father Jonathan ist schon der richtige für Mattel. Immerhin ist er bei den Legionären Christi, jener aggressiv-rechtskonservativen Kongregation, deren Gründer Marcial Maciel durch vielfachen Missbrauch von Seminaristen und mehrfache Vaterschaft auffiel.
    Allerdings würde ich mir in diesem Fall Sorgen um Ken machen 😉

  6. Altötting/Passau. Der Passauer Bischof Wilhelm Schraml gerät wegen der luxuriösen Einrichtung eines potenzielle Alterssitzes in Altötting in die Kritik.

    Papst-Sekretär-Gänswein nach kurzzeitiger PR-Entfernung (Urlaub) wieder der Nähe des Heiligen Mega-Sekten-Vaters sehr entfernt an der Wand.

    Allein die jährlichen Einküfte aus den Kirchenszteuern (vgl. Kirchensteuer-Prozess heutige Entscheidung) an das Bistum Köln märchenhaft, davon der Löwenanteil ans dortige – Kapitel.

  7. Als Kaiser Konstantin die christliche Religion zur Staatsreligion machte, da wurde dieser Umstand sogleich von den römischen Bischöfen zur Erhöhung ihrer Macht benutzt.

    Bis heute so: Durch niedrige Schmeichelei und Kriecherei
    gelang es ihnen,
    denen stets das Ohr des Kaisers zu Gebote stand,
    diesen zu bewegen,
    sodass ihnen immer mehr Vorrechte eingeräumt wurden.

    Dabei waren sie nicht blöde; sie nahmen, wo sie etwas bekommen konnten, wie schon im ersten Kapitel erzählt ist.

    So wurden sie reich und mit dem Reichtum von Jahr zu Jahr in den Jahrhunderten und Jahrtausenden hochmütiger (superbia est radix; Thomas v. Aquin).

    Die Stelle des römischen Bischofs ist seitdem eine sehr begehrte und beneidete.
    Der heidnische Statthalter zu Rom, Prätextatus, sagte:
    „Macht mich zum Bischof von Rom, dann will ich sogleich Christ werden.“ Die Bewerber um diese Stelle lieferten sich die blutigsten Gefechte, in denen Hunderte von Menschen ihr Leben einbüßten.

    Mit der Frömmigkeit und Heiligkeit der Römischen Bischöfe ist es längst vorbei, und wir sehen auf dem Bischofsstuhl schon Mörder und Ehebrecher.

    Doch bei solchen Kleinigkeiten dürfen wir uns nicht aufhalten und ebensowenig

    bei den ehrgeizigen Kämpfen zwischen den

    Bischöfen von Rom und denen der anderer – bayerischer Städte.

    Obwohl es interessant ist, zu beobachten, wie durch konsequente Anwendung der Lüge, Unverschämtheit, List und Gewalt die Macht der römischen Bischöfe immer verliert.

  8. Es ist schon tragisch, dass die wirklich wichtigen Fragen, wie die nach der strukturellen Sünde im Verhalten der Kirche nicht von Theologen sondern von Rechtsphilosophen gestellt werden. Damit droht sie die Chance, die ja wirklich in der Krise steckt zu verspielen.

  9. +++3. OFFENBARUNG+++diesmal als GLEICHNIS!+++BRUDER FREYTAG!! (1 FRFR 2,3)

    (vom Heiligen Rock in Trier abgesehen —Probieren wirs mal so, Jungs…!) ROFL (@Unterwegs‘: RITUALE)

    „Vor vielen Jahren lebte ein Kaiser, der viel auf Kleider hielt, dass er all sein Geld dafür ausgab, um recht geputzt zu sein. Er kümmerte sich nicht um seine Soldaten, kümmerte sich nicht um Theater und liebte es nicht, in den Wald zu fahren, außer um seine neuen Kleider zu zeigen.

    Er hatte einen Rock für jede Stunde des Tages,
    und ebenso wie man von einem König sagte,
    er ist im Rat, so sagte man hier immer: …in der Garderobe.

    In der großen Stadt, in der er wohnte, ging es sehr munter her.
    An jedem Tag kamen viele Fremde an, und eines Tages kamen auch zwei Christ/innen, die gaben sich für Weber aus und sagten, dass sie das schönste Zeug, was man sich denken könne, zu weben verstanden. Die Farben und das Muster seien nicht allein ungewöhnlich schön, sondern die Kleider, die von dem Zeuge genäht würden, sollten

    die wunderbare Eigenschaft besitzen,
    dass sie für jeden Menschen unsichtbar seien,

    der nicht für sein Amt tauge
    oder der unverzeihlich dumm sei.

    ,Das wären ja prächtige Kleider‘, dachte der Kaiser;
    wenn ich solche hätte,
    könnte ich ja dahinterkommen,
    welche Männer in meinem Reiche zu dem Amte, das sie haben, nicht taugen,
    ich könnte die Klugen von den Dummen unterscheiden!
    Ja, das Zeug muss sogleich für mich gewebt werden!‘
    Er gab den beiden Betrügern viel Handgeld,
    damit sie ihre Arbeit beginnen sollten.

    Sie stellten auch zwei Webstühle auf,
    taten, als ob sie arbeiteten, aber sie hatten nicht das geringste auf dem Stuhle.
    Trotzdem verlangten sie die feinste Seide und das prächtigste Gold,
    das steckten sie aber in ihre eigene Tasche und
    arbeiteten an den leeren Stühlen bis spät in die Nacht hinein.

    ,Nun möchte ich doch wissen, wie weit sie mit dem Zeuge sind!‘
    dachte der Kaiser,

    aber es war ihm beklommen zumute,
    wenn er daran dachte,
    dass keiner, der dumm sei oder schlecht zu seinem Amte tauge, es sehen könne.

    Er glaubte zwar, daß er für sich selbst nichts zu fürchten brauche,
    aber er wollte doch erst einen andern senden,
    um zu sehen, wie es damit stehe.

    Alle Menschen in der ganzen Stadt wussten, welche besondere Kraft das Zeug habe, und alle waren begierig zu sehen, wie schlecht oder dumm ihr Nachbar sei.

    ,Ich will meinen alten, ehrlichen Minister Bertone, nein lieber Levada oder doch noch Hummes oder gar Meisner oder soll ich Ackermann, den schleimer Marx oder Prügel-Mixa fragen?
    jedenfalls zu den Webern senden‘,

    dachte der Kaiser, die können

    am besten beurteilen, wie der Stoff sich ausnimmt, denn sie haben Verstand, und keiner versieht sein Amt besser als sie!‘

    Schon ging ein Minister in den Saal hinein, wo die zwei Betrüger saßen und an den leeren Webstühlen arbeiteten.

    ,Gott behüte uns!‘ (sic, ROFL!) dachte der sehr alte Minister und riss die Augen auf.
    ,Ich kann ja nichts erblicken!‘

    Aber das sagte er nicht.

    Beide Betrüger baten ihn näher zu treten und fragten,
    ob es nicht ein hübsches Muster und schöne Farben seien.

    Dann zeigten sie auf den leeren Stuhl, und der Vatikan-Minister fuhr fort,
    die Augen aufzureißen,
    aber er konnte nichts sehen,
    denn es war nichts da.

    ,Herr Gott‘, dachte er, sollte ich dumm sein?
    Das habe ich nie geglaubt, und das darf kein Mensch wissen!
    Sollte ich nicht zu meinem Amte taugen?
    Nein, es geht nicht an, dass ich erzähle, ich könne das Zeug nicht sehen!‘

    „Nun, Sie sagen nichts dazu?“ fragte der eine von den Webern.

    „Oh, es ist niedlich, ganz allerliebst!“ antwortete der alte Minister und sah durch seine Brille.
    „Dieses Muster und diese Farben! –

    Ja, ich werde dem Kaiser sagen, dass es mir sehr gefällt!“

    „Nun, das freut uns!“ sagten beide Weber
    und darauf benannten sie die Farben mit Namen und erklärten das seltsame Muster.

    Der alte Minister merkte gut auf,
    damit er dasselbe sagen könne,
    wenn er zum Kaiser zurückkomme,
    und das tat er auch.

    (Nun verlangten die Betrüger mehr Geld, mehr Seide und mehr Gold zum Weben. Sie steckten alles in ihre eigenen Taschen, auf den Webstuhl kam kein Faden, aber sie fuhren fort, wie bisher an den leeren Stühlen zu arbeiten.)

    Der Kaiser sandte bald wieder einen anderen tüchtigen Staatsmann hin, um zu sehen, (…) es ging dem aber gerade wie dem ersten, er guckte und guckte;
    weil aber außer dem Webstuhl nichts da war, so konnte er nichts sehen.

    „Ist das nicht ein ganz besonders prächtiges und hübsches Stück Zeug?“
    fragten die beiden Betrüger und zeigten und erklärten das prächtige Muster, das gar nicht da war.

    ,Dumm bin ich nicht‘, dachte der Mann; es ist also mein gutes Amt, zu dem ich nicht tauge! Das wäre seltsam genug, aber das muss man sich nicht merken lassen!‘ Daher lobte er das Zeug, das er nicht sah und versicherte ihnen seine Freude über die schönen Farben und das herrliche Muster.
    „Ja, es ist ganz allerliebst!“ sagte er zum Kaiser.

    Alle Menschen in der Stadt sprachen von dem prächtigen Zeuge.

    Nun wollte der Kaiser es selbst sehen, während es noch auf dem Webstuhl sei.
    Mit einer ganzen Schar auserwählter Männer, unter denen auch die beiden ehrlichen Staatsmänner waren,
    die schon früher dagewesen,
    ging er zu den beiden listigen Betrügern hin,
    die nun aus allen Kräften webten,

    aber ohne Faser oder Faden.

    „Ja, ist das nicht prächtig?“ sagten die beiden ehrlichen Staatsmänner.

    „Wollen Eure Majestät sehen, welches Muster, welche Farben?“
    und dann zeigten sie auf den leeren Webstuhl, denn sie glaubten, dass die andern das Zeug wohl sehen könnten.

    ,Was!‘ dachte der Mega-Sekten-Papst;
    ich sehe ja gar nichts!!!

    Das ist erschrecklich!
    Bin ich dumm?
    Tauge ich nicht dazu, Kaiser zu sein?
    Das wäre das Schrecklichste, was mir begegnen könnte.‘

    „Oh, es ist sehr hübsch“, sagte er;
    „es hat meinen allerhöchsten Beifall!“
    und er nickte zufrieden und
    betrachtete den leeren Webstuhl;

    er wollte nicht sagen, dass er nichts sehen könne.

    Das ganze Gefolge, was er mit sich hatte, sah und sah, aber es bekam nicht mehr heraus als alle die andern, aber sie sagten gleich wie der Kaiser: „Oh, das ist hübsch!‘ und sie rieten ihm, diese neuen prächtigen Kleider das erste Mal bei dem großen Feste, das bevorstand, zu tragen.

    „Es ist herrlich, niedlich, ausgezeichnet!“ ging es von Mund zu Mund, und man schien allerseits innig erfreut darüber. Der Kaiser verlieh jedem der Betrüger ein Ritterkreuz, um es in das Knopfloch zu hängen, und den Titel Hofweber.

    Die ganze Nacht vor dem Morgen, an dem das Buß-Fest am 11.6.2010 in Rom stattfinden sollte, waren die Betrüger auf und hatten sechzehn Lichte angezündet, damit man sie auch recht gut bei ihrer Arbeit beobachten konnte.

    Die Leute konnten sehen, dass sie stark beschäftigt waren, des Kaisers neue Kleider fertigzumachen.

    Sie taten, als ob sie das Zeug aus dem Webstuhl nähmen, sie schnitten in die Luft mit großen Scheren, sie nähten mit Nähnadeln ohne Faden und sagten zuletzt:
    „Sieh, nun sind die Kleider fertig!“

    Der Kaiser mit seinen vornehmsten Beamten kam selbst, und beide Betrüger hoben den einen Arm in die Höhe, gerade, als ob sie etwas hielten, und sagten: „Seht, hier sind die Beinkleider, hier ist das Kleid, hier ist der Mantel!“ und so weiter.

    „Es ist so leicht wie Spinnwebe; man sollte glauben, man habe nichts auf dem Körper, aber das ist gerade die Schönheit dabei!“

    „Ja!“ sagten alle Beamten, aber sie konnten nichts sehen, denn es war nichts da.

    „Belieben Eure Kaiserliche Majestät Ihre Kleider abzulegen“,
    sagten die Betrüger,
    „so wollen wir Ihnen die neuen hier vor dem großen Spiegel anziehen!“

    Der Kaiser legte seine Kleider ab,
    und die Betrüger stellten sich,
    als ob sie ihm ein jedes Stück der neuen Kleider anzogen,
    die fertig genäht sein sollten,
    und der Kaiser wendete und drehte sich vor dem Spiegel.

    „Ei, wie gut sie kleiden,
    wie herrlich sie sitzen!“ sagten alle.
    „Welches Muster, welche Farben! Das ist ein kostbarer Anzug!“ –

    „Draußen stehen sie mit dem Thronhimmel,
    der über Eurer Majestät getragen werden soll!“
    meldete der Oberzeremonienmeister.

    „Seht, ich bin ja fertig!“ sagte der Kaiser.

    „Sitzt es nicht gut?“ und dann wendete er sich nochmals zu dem Spiegel;
    denn es sollte scheinen, als ob er seine Kleider recht betrachte.

    Die Kammerherren, die das Recht hatten, die Schleppe zu tragen, griffen mit den Händen gegen den Fußboden,
    als ob sie die Schleppe aufhöben,
    sie gingen und taten,
    als hielten sie etwas in der Luft;
    sie wagten es nicht, es sich merken zu lassen, dass sie nichts sehen konnten.

    So ging der Kaiser unter dem prächtigen Thronhimmel, und alle Menschen auf der Straße und in den Fenstern sprachen: „Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!
    Welche Schleppe er am Kleide hat! Wie schön sie sitzt!“

    Keiner wollte es sich merken lassen, dass er nichts sah;
    denn dann hätte er ja nicht zu seinem Amte getaugt oder wäre sehr dumm gewesen.
    Keine Kleider des Kaisers hatten solches Glück gemacht wie diese.

    „Aber er hat ja gar nichts an!“ sagte endlich ein kleines Kind.
    „Hört die Stimme der Unschuld!“
    sagte der Vater;
    und der eine zischelte dem andern zu, was das Missbrauchsopfer gesagt hatte.

    „Aber er hat ja gar nichts an!“ rief zuletzt das ganze Volk.
    Das ergriff den Kaiser, denn das Volk schien ihm recht zu haben, aber er dachte bei sich: ,Nun muß ich aushalten.‘ Und die Kammerherren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war.

  10. Schöne Geschichte, die mich zu Nachforschungen veranlasst hat.

    Hans Christian Andersen Des Kaisers neue Kleider

    http://www.zeno.org/Literatur/M/Andersen,+Hans+Christian/M%C3%A4rchensammlung/M%C3%A4rchen/Des+Kaisers+neue+Kleider

    Auf einer englischen Site habe Anmerkungen gefunden. Vor allem haben mich die Erläuterungen zu dem kleinen Kind interessiert:

    Annotation 19. “But he has nothing on at all,” said a little child: The story supports the Biblical idiom, „Out of the mouths of babes.“ ….Andersen had already sent the manuscript to the printers when he wrote to Edvard Collin, who proofread his work, asking him to change the ending. In doing so, he added the famous line „which will give everything a more satirical appearance.“ That line may have originated in a childhood memory. In 1872, Andersen told the painter William Block about standing with his mother in a crowd, waiting to see King Frederik VI. When the king stepped from his carriage, Andersen said, „Oh, he’s nothing more than a human being!“ His mother, as Bloch recalled it in a memoir, tried to quiet him, and said, „Have you gone mad, child?“ (Frank and Frank 110).

    Kleine Kinder (8 Psalm, Matthäus 21,16) kennen die Rituale nicht, die Erwachsene so beeindrucken.

    Aus Anmerkung 1 geht hervor, dass das Märchen spanischen Ursprungs ist.

    http://www.surlalunefairytales.com/emperorclothes/notes.html#TWO

    Interessant ist, dass es in alten spanischen Geschichte um die Forderung der Geheimhaltung geht und auch die Risiken, um die es geht, sind größer als in dem Märchen, das Andersen aus der spanischen Geschichte gemacht hat.

    „Er verlangt aber und schärft mir dringend dabei ein, daß ich ihm unbedingt vertrauen, die Sache geheimhalten und keinem Menschen in der Welt davon etwas sagen soll, bis er es selbst für gut findet, denn wenn ich’s irgend jemand entdeckte, stünde ich in großer Gefahr, Gut und Leben zu verlieren….“

    Don Juan Manuel Der Graf Lucanor

    http://de.wikipedia.org/wiki/El_Conde_Lucanor

    http://www.zeno.org/M%C3%A4rchen/M/Spanien/Don+Juan+Manuel:+Der+Graf+Lucanor

    Siebente Geschichte: Was einem Könige mit drei Schälken begegnet

    http://www.zeno.org/M%C3%A4rchen/M/Spanien/Don+Juan+Manuel%3A+Der+Graf+Lucanor/7.+Was+einem+K%C3%B6nige+mit+drei+Sch%C3%A4lken+begegnet

    Quelle: Don Juan Manuel: Der Graf Lucanor. Übertragen von Joseph von Eichendorff. Leipzig: Insel, 1961, S. 62-68.

  11. 1 FRFR 2,12, Flugzeuglektüre

    VATIKAN
    Stich in die Seele

    Von Ehlers, Fiona

    Unendlich langsam reagiert die katholische Kirche auf den Missbrauchsskandal ihrer Priester. Radio Vatikan plädiert für Eile und Offenheit.

    Pater Bernd Hagenkord steht am Absperrgitter zum Petersplatz. Er ist Jesuit und Journalist, ziemlich neu in Rom und ziemlich jung. Er hat neugierige Augen und ein theologisch geschultes Ohr, er lauscht.

    Generalaudienz von Benedikt XVI., Pilgergruppen schwenken die Fahnen ihrer Länder, beten für Weltfrieden und atomare Abrüstung. Aus der Ferne gleicht der Vatikan einer Trutzburg, umgeben von Kolonnadengängen, geschützt von Mauern. Auf den eilig montierten Podesten vor der Domfassade umringen, kaum sichtbar fürs Volk, winzige Männer in schwarzen Soutanen den Papst.

    Doch heute verklingt seine Botschaft weitgehend ungehört. Bei der Liveübertragung auf Leinwände und Lautsprecher versagt an diesem Mittwoch im Mai die Technik, der Papst und die Männer in Schwarz bewegen ihre Münder, ihre Stimmen aber klingen seltsam verzerrt.

    Also weiterhin nur Unverständliches aus Rom? Weiterhin nichts als empörtes Gemurmel des hohen Klerus, nach dem immer die anderen schuld sind an der Krise?

    Weiter: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70501001.html

    LOL

  12. Survivors Network of those Abused by Priests
    Dear SNAP Members and Supporters in Europe:

    Next week SNAP members from the US will be traveling to Rome and a couple of other cities.

    The Pope is expected to give an apology and possibly announce a new Vatican policy.

    We will be there to offer the perspective of victims and to help frame any announcements from the Vatican.

    We expect to be in Rome between Tue and Fri, Jun 8 – Jun 11.

    Any chance you could join us?

    If yes, we’d love to meet with you and have you join us at press events.

    After Jun 11 we are tentatively planning to travel to London, Brussels, and Berlin – maybe to Frankfurt, too.

    We will send more details as our plans get confirmed.

    If you are available and willing to meet us in any of these cities please let us know as soon as possible.

    Gratefully,
    Barbara Blaine
    SNAP President