Betroffene von sexuellem Missbrauch im Kontext der katholischen Kirche, müssen lebenslang mit den schwerwiegenden Auswirkungen des Missbrauchs weiterleben. Durch unsere Online-Beratung unterstützen wir Betroffene von sexueller Gewalt speziell im Kontext der katholischen Kirche und beraten Sie zu rechtlichen und psychosozialen Fragen.
Hinweis: Am 07.04.2026 und 19.05.2026 entfällt unsere Sprechzeit.
Es kann hilfreich sein, jemanden an Ihrer Seite zu haben, wenn Sie erste Schritte gehen. Der Kontakt mit Verantwortlichen der Kirche kann herausfordernd sein und vieles hervorrufen – Regungen, Gefühle, Fragen.
Unterstützung und Verständnis einer Person, der Sie vertrauen, können entlastend sein.
Wenn Sie nicht wissen, an wen Sie sich wenden können, vereinbaren Sie ein Erstgespräch in unserer Online-Beratung.
Wir empfehlen Ihnen, sich als Betroffene*r bei der katholischen Kirche zu melden.
Unsere Beratung richtet sich an Personen, die in ihrer Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch im Kontext der katholischen Kirche erfahren haben – in Pfarreien, Schulen, Heimeinrichtungen, Jugendfreizeiten und Ferienlagern etc. Sexualisierte Gewalt hinterlässt häufig Spuren, die sich auch im späteren Leben zeigen. Wir stehen Ihnen zur Seite – vertraulich, respektvoll und verlässlich. Wir überlegen gemeinsam, was Ihnen jetzt helfen und Sie stärken kann.
Unser Unterstützungsangebot ist kostenlos, vertraulich und online erreichbar.
Unser Team setzt sich aus vier ehrenamtlichen Beratenden zusammen, die selbst Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext haben. Wir unterstützen nach dem Prinzip Peer-to-Peer – von Gleich zu Gleich. Unser Unterstützungsangebot gründet in eigenen Erfahrungen und einer fürsorglichen, gemeinschaftlich getragenen Praxis, Erfahrungswissen weiterzugeben. Peer-to-Peer stützt sich auf geteilten Erfahrungen, Verständnis und unserem Engagement, Ratsuchende zu unterstützen. Vor dem Hintergrund jahrelanger Erfahrung und engagiertem Einsatz stehen wir Personen zur Seite. Sie entscheiden, worüber wir sprechen und welche Schritte Sie gehen wollen.
Wir unterstützen Sie
Wir ersetzen keine juristische oder psychologische Fachberatung.
Unsere Peer-Beratenden haben keine formale psychologische oder juristische Fachausbildung. Wir verstehen uns als ergänzendes erfahrungsgeleitetes Unterstützungsangebot, ersetzen jedoch keine fachliche Rechtsberatung.
Zusätzlich zu unserer Online-Beratung gibt es eine Reihe an Unterstützungsangeboten für Betroffene sexueller Gewalt im kirchlichen Kontext. Hier finden Sie eine Übersicht.
Der Fonds sexueller Missbrauch (FSM) und das ergänzende Hilfesystem (EHS) sollen nicht weitergeführt werden. Das Bundesfamilienministerium (BMBFSFJ) hat am 24.06.2025 verkündet, dass Erstanträge, die ab dem 19. März 2025 eingegangen sind, nicht mehr bewilligt werden – auch wenn Sie dafür eine Eingangsbestätigung erhalten. Dies begründet das BMBFSFJ folgendermaßen:
„In den letzten Wochen sind in der Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch mehr Anträge eingegangen als erwartet. Zu unserem Bedauern werden die im Bundeshaushalt vorgesehenen Mittel zur Gewährung von Billigkeitsleistungen für Betroffene nicht ausreichen, um alle bisher eingegangenen Anträge zu bewilligen. Nach derzeitiger Prognose können Erstanträge mit dem Eingangsdatum ab dem 19. März 2025 nicht mehr bewilligt werden, da die verfügbaren Haushaltsmittel für die Umsetzung der Billigkeitsrichtlinie aufgrund der hohen Nachfrage vorzeitig erschöpft sind.“
Als Betroffene von sexuellem Missbrauch im Kontext der katholischen Kirche können Sie sich bei Fragen nach Unterstützung an unsere Berater wenden. Nutzen Sie dafür unser Formular der Online-Beratungsstelle.
Nachdem Sie uns Ihr Beratungsanliegen über das Formular mitgeteilt haben, kontaktiert Sie eine/r unserer Beratenden.
Zusätzlich können Sie uns jeden Dienstag zwischen 11:00-13:00 Uhr unter 030/232555777 für ein Erstgespräch erreichen.
Falls unser Kontaktformular oder unsere Sprechzeit für Sie Barrieren darstellen sollte, können Sie uns alternativ auch eine E-Mail an vertraulich@eckiger-tisch.de schreiben.