Am Runden Tisch: „Kein anklagender Ton gegenüber der Kirche“
Die Kirche kann erleichtert aufatmen. Beim ersten Zusammentreffen des Runden Tisches habe es „überhaupt keinen anklagenden Ton gegenüber der katholischen Kirche gegeben, ganz im Gegenteil.“ Das erklärte Bischof Ackermann gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Ackermann ist einer von drei Kirchen- vertretern unter insgesamt 61 Teilnehmern des Runden Tisches (die anderen beiden sind Jesuiten-Privinzial Dartmann sowie Karl Jüsten, der „Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin“).
Jüsten wies im Münchner Kirchenradio die Kritik zurück, dass die Opfer am Runden Tisch nicht ausreichend vertreten seien, zurück. Die anwesenden Opferverbände hätten die Opfer hervorragend vertreten. Ein Tisch müsse damit leben, dass seine Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Meines Wissens haben sich keine der hunderten Betroffenen an den Jesuitenschulen bei irgendeinem dieser Opferverbände angemeldet.
Ihnen also auch kein Mandat erteilt. Somit vertreten diese auch meines Erachtens nach nicht die Opfer der Kirche. Folglich waren die Opfer der Kirche am Tisch nicht repräsentiert.
Es gibt einen Artikel bei wikipedia
“Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch”
mit einer Liste der 61 Teilnehmer und weiteren Einzelverweisen
DREI KOMMENTARE ZUM THEMA „ZU WENIGE OPFERVERTRETER“
Kommentare aus tagesschau.de, rp-online.de und Kölner-Stadtanzeiger, die sich mit dem Thema beschäftigen, dass am “Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch” zu wenige Opfervertreter zur Teilnahme eingeladen wurden:
Zu wenig Opfervertreter, zu viele Juristen
Thomas Schlingmann von der Beratungsstelle „tauwetter“ etwa sagte gegenüber tagesschau.de, am Runden Tisch sei viel zu wenig Fachwissen vertreten, etwa von Seiten der praktischen Beratungsstellen. Dafür herrsche aber ein großes Übergewicht von Politikern und Juristen.
„Opfer erneut zu Objekten gemacht“
Auch Ursula Enders von der Beratungsstelle „Zartbitter“ in Köln bemängelte im Gespräch mit tagesschau.de, es seien nicht alle relevanten Gruppen vertreten: So fehlten wichtige Beratungsstellen. Dafür seien die Wohlfahrtsverbände dabei – hier sei beispielsweise auch die Odenwaldschule organisiert. „Die sollen sich jetzt um die Belange der Opfer kümmern?“, kritisierte Enders. Das sei „absurd“.
Die Verbände konnten nicht den Opfern helfen – und nun sollten sie Richtlinien entwickeln, kritisierte auch Schlingmann von „tauwetter“. Damit würden die Opfer erneut zu Objekten degradiert.
Quelle: tagesschau.de vom 23.04.2010
Runder Tisch Kindesmissbrauch nahm Arbeit auf Ärzte besser auf Missbrauchsfälle vorbereiten
Katholische Kirche führte 1.600 Beratungsgespräche
Einen Gesamtüberblick über die Missbrauchsfälle der Vergangenheit habe der Runde Tisch noch nicht. Allein die katholische Kirche habe auf ihrer Telefon-Hotline 18.000 Anrufe gehabt, die zu 1.600 Beratungsgesprächen geführt hätten, berichtete die FDP-Politikerin.
Opferverbände sahen sich in dem Gremium offenbar nicht ausreichend vertreten. Zu ihrem Protest sagte Schröder, Bergmann sei die Ansprechpartnerin für alle Opfer. Der Runde Tisch könne nicht einzelne Fälle besprechen. Unter den Teilnehmern sind allerdings vier Kinderschutzverbände sowie die Grünen-Politikerin Antje Vollmer als Vertreterin des Runden Tisches Heimerziehung.
Kommentar zum „Runden Tisch“ Nicht ohne Zartbitter & Co.
Entscheidende Schwäche
Zugleich ist besagte Zusammensetzung die entscheidende Schwäche des Tisches, um nicht zu sagen: die erste vertane Chance. In der Runde fehlen Vertreterinnen unabhängiger Beratungsstellen wie Zartbitter, Wildwasser oder Tauwetter, die seit vielen Jahren unmittelbar mit den Opfern zu tun haben, die mehr über konkrete Tatumstände, Missbrauchsverläufe und die seelischen Verletzungen der Kinder wissen, als alle 61 am Runden Tisch vertretenen Experten zusammen.
Meines Wissens haben sich keine der hunderten Betroffenen an den Jesuitenschulen bei irgendeinem dieser Opferverbände angemeldet.
Ihnen also auch kein Mandat erteilt. Somit vertreten diese auch meines Erachtens nach nicht die Opfer der Kirche. Folglich waren die Opfer der Kirche am Tisch nicht repräsentiert.
Es gibt einen Artikel bei wikipedia
“Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch”
mit einer Liste der 61 Teilnehmer und weiteren Einzelverweisen
http://de.wikipedia.org/wiki/Runder_Tisch_gegen_Kindesmissbrauch
Internetseite “Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch”
http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bericht über die erste Sitzung des runden Tischs gegen Kindesmissbrauch vom 23.04.2010
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=134958.html
Bundesministerium der Justiz
Runder Tisch nimmt Arbeit auf vom 23.04.2010
http://www.bmj.bund.de/enid/f975d13cb58a5ca9ebe874537757fcdc,51519f6d6f6465092d09/2.html
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch
http://www.bmbf.de/
DREI KOMMENTARE ZUM THEMA „ZU WENIGE OPFERVERTRETER“
Kommentare aus tagesschau.de, rp-online.de und Kölner-Stadtanzeiger, die sich mit dem Thema beschäftigen, dass am “Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch” zu wenige Opfervertreter zur Teilnahme eingeladen wurden:
Zu wenig Opfervertreter, zu viele Juristen
Thomas Schlingmann von der Beratungsstelle „tauwetter“ etwa sagte gegenüber tagesschau.de, am Runden Tisch sei viel zu wenig Fachwissen vertreten, etwa von Seiten der praktischen Beratungsstellen. Dafür herrsche aber ein großes Übergewicht von Politikern und Juristen.
„Opfer erneut zu Objekten gemacht“
Auch Ursula Enders von der Beratungsstelle „Zartbitter“ in Köln bemängelte im Gespräch mit tagesschau.de, es seien nicht alle relevanten Gruppen vertreten: So fehlten wichtige Beratungsstellen. Dafür seien die Wohlfahrtsverbände dabei – hier sei beispielsweise auch die Odenwaldschule organisiert. „Die sollen sich jetzt um die Belange der Opfer kümmern?“, kritisierte Enders. Das sei „absurd“.
Die Verbände konnten nicht den Opfern helfen – und nun sollten sie Richtlinien entwickeln, kritisierte auch Schlingmann von „tauwetter“. Damit würden die Opfer erneut zu Objekten degradiert.
Quelle: tagesschau.de vom 23.04.2010
http://www.tagesschau.de/inland/rundertisch110.html
Runder Tisch Kindesmissbrauch nahm Arbeit auf Ärzte besser auf Missbrauchsfälle vorbereiten
Katholische Kirche führte 1.600 Beratungsgespräche
Einen Gesamtüberblick über die Missbrauchsfälle der Vergangenheit habe der Runde Tisch noch nicht. Allein die katholische Kirche habe auf ihrer Telefon-Hotline 18.000 Anrufe gehabt, die zu 1.600 Beratungsgesprächen geführt hätten, berichtete die FDP-Politikerin.
Opferverbände sahen sich in dem Gremium offenbar nicht ausreichend vertreten. Zu ihrem Protest sagte Schröder, Bergmann sei die Ansprechpartnerin für alle Opfer. Der Runde Tisch könne nicht einzelne Fälle besprechen. Unter den Teilnehmern sind allerdings vier Kinderschutzverbände sowie die Grünen-Politikerin Antje Vollmer als Vertreterin des Runden Tisches Heimerziehung.
Quelle: rp-online.de vom 23.04.2010
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Aerzte-besser-auf-Missbrauchsfaelle-vorbereiten_aid_848356.html
Kommentar zum „Runden Tisch“ Nicht ohne Zartbitter & Co.
Entscheidende Schwäche
Zugleich ist besagte Zusammensetzung die entscheidende Schwäche des Tisches, um nicht zu sagen: die erste vertane Chance. In der Runde fehlen Vertreterinnen unabhängiger Beratungsstellen wie Zartbitter, Wildwasser oder Tauwetter, die seit vielen Jahren unmittelbar mit den Opfern zu tun haben, die mehr über konkrete Tatumstände, Missbrauchsverläufe und die seelischen Verletzungen der Kinder wissen, als alle 61 am Runden Tisch vertretenen Experten zusammen.
Quelle: Kölner Stadtanzeiger vom 23.04.2010
http://www.ksta.de/html/artikel/1270457710419.shtml
Interview von Radio Vatikan mit dem Provinzialoberen der Jesuiten in Deutschland, P. Stefan Dartmann
D: „Ein konstruktiver Schritt zur Aufklärung und Aufarbeitung“
Quelle: Radio Vatikan vom 23.04.2010
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=374570
Benedikt XVI.: „Internet ist schön und gut, aber…“
„Das Internet kann aber zu einem Gleichschaltungsorgan verkommen und den intellektuellen und moralischen Relativismus fördern.
Quelle: Radio Vatikan vom 23.04.2010
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=374856
Vermutlich ist mit der Kritik des Papstes auch der Eckige Tisch gemeint.