
Die Fragen nach der Verantwortung der Kirche für den Missbrauch selbst und für die anschließende Vertuschung hat Benedikt gar nicht gestellt und auch keine Antworten dazu gegeben. Es fehlt immernoch eine klare Stellungnahme zur Übernahme von Verantwortung für das, was geschehen ist und die Einsicht, dass Entschuldigung und Entschädigung zusammengehören. Vielmehr flüchtet er sich in Selbstverständlichkeiten, wenn er sagt, dass alles getan werden muss, um die Kinder zukünftig zu schützen.
Die Opfer der Vergangenheit stehen daneben und warten immer noch auf Hilfe und Genugtuung.
Vollständiger Text der Papstpredigt zum Abschluss des Priesterjahres
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=400017
Habe mich in keinster Weise angesprochen gefühlt,
es gab zu viele wenns und abers.
dazu noch mindestens ebensoviel selbstmitleid wie selbstkritik und so einige spitzfindigkeiten.
Es klingt immer wieder die formulierung vom ´sexuellen missbrauch an den kleinsten´ durch. Inzwischen weiss aber jeder, der sich mit dem Thema befasst hat, dass die Opfer selbst grosse Probleme haben, sich einzustufen. Sie wissen nicht ob sie z.B. mit 13 Jahren noch zu den ´kleinen´ gehören, oder ob Prügel sexueller Missbrauch sind oder ob sie selbst Mit-Schuld tragen. Mit seinen Formulierungen nutzen der Papst und Kirche brutal diese Unsicherheiten, die ja auch in der Bevölkerung bestehen, aus.
Es gibt inzwischen hilfreiche Definitionen, die vom Missbrauch eines Abhängigkeits- und Vertrauensverhältnisses sprechen und das müsste sich die Kirche als erstes mal zu eigen machen.
Solche Schwammige Entschuldigungsversuche, das der liebe Gott sich nur allzu schwacher Menschlein bedient hat und noch dazu ohne tätige Reue, kommen bei mir nicht an,
Ich finde, die Predigt hört sich an als hätte ein Anwalt daneben gesessen und vor allzu konkreten Formulierungen, die zu Schadensersatzansprüchen führen könnten gewarnt. Es fehlen konkrete Einlassungen: ´Ja, wir haben versagt. Ja, wir haben absichtlich weggeschaut, weil uns der geregelte Schulalltag und die Einahmen wichtiger waren als die Leiden der Opfer.
Ja, wir haben Pädophile stillschweigend in anderen Gemeinden wieder wirksam lassen werden, weil uns der Ruf der Kirche wichtiger war als die Leiden der neuen Opfer. Ja, wir haben prügelnde Priester geduldet, da diese uns wichtiger waren als die leidenden Kinder.´
Und es fehlt, bis auf die Bitte um Entschuldigung jede direkte Ansprache an die Opfer. ´Ja, wir erkennen euer Leid, eure Schmerzen und die Folgen des von uns an Euch verursachten Unrecht an. Wir werden alles in unseren Möglichkeiten stehende tun euch mit eurer Lebensführung zu unterstützen und eure Schmerzen zu lindern und wieder gut zu machen was nur geht. Wir werden tätige Reue an euch zeigen. Unmittelbar.´
So, damit könnte ich etwas anfangen. Aber mit dem schwülstigen verbalen Weihrauch aus dem Munde von B-sixteen von gestern? Sorry, no!
Bruder Freytags 1 FRFR 2,17
„Die Jesuiten wollten Sixtus überreden, daß er einen Jesuiten als Beichtvater annehmen solle, wie die andern Großen; er aber meinte:
„Es würde besser für die Kirche sein, wenn die Jesuiten dem Papste beichten wollten.“
LOL
1 FRFR2, 23
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/06/24/International/Sexskandal-in-Belgien-Polizei-durchsucht-Haus-und-Buero-von-Kardinal
(der Nächst bitte…)
Sünde! Sünde!
(kommt von innen…in den Archiven…Castelgandolfo, GB, Spanien…)
LOL
1FRFR2,25: Joseph und Walter aus Bayern
(Nur kurzes Zeitfenster von kaum 5 Jahren mit dem deutschen Papst
dieses menschenfeindliche parasitäre
Systen zu überwerfen, bevor der deutsche Papst tot ist!)
http://www.youtube.com/watch?v=ddrvxWXw9ao
LOL
1 FRFR 2,25 (…Castelgandolfo, GB, Spanien…): SÜNDE! SÜNDE! (innen)
Jesuiten Vorreiter in der Entschädigungsfrage?
Am Besten bereiten sie gleichzeitig das Konzil vor, solange noch Zeit ist ist; denn wenn man erst an ihre Akten gelangt, wird es zu spät sein)
LOL:
1) diplomatisch:
österreichischer Paffenkardinal Schönborn (vgl. standard.at, zu bange und vorlaut in Sachen „Missbrauchs-Aufklärung statt Vertuschung“ wegen der zahllosen Austritte in Österreich) in 16-Augen-Gespräch mit Tarcone, Geschwätz-Sodano, ihm und dem Glaubensoperettenkaiser zurechtgestutzt)
http://derstandard.at/1277336977798/Rueffel-vom-Papst-Schoenborn-entschuldigt-sich-wegen-Aussagen-ueber-Sodano;
1) …der römische Mega-Sekten-Glaubens-Operetten-Kaiser und altgediente Schreibttisch-Vertuscher als Glaubenskongregationschef, schriftlicher Anpasser der Crimen Sollicitationis von Joh. XXIII., dessen Aktualisierung 2001 bzw. Herbst 2010 (Leitlinien DBK) aus Bayern, Alter Ego JoPOs,
… ist ab sofort gesetzlich prinzipiell zu seinen Taten als lebendiges Individuum zu befragen,
i.e. der Vatikan ist von nun an – in den Vereinigten Staaten – prinzipiell zivilrechtlich zur Verantwortung zu ziehen:
http://www.welt.de/die-welt/politik/article8217270/Oberstes-Gericht-spricht-Papst-diplomatische-Immunitaet-ab.html
2) Unterdessen in Belgien (sic!):
Handys weg, Särge angebohrt, Akten einkassiert: Rom verurteilt die Festsetzung der … Akten beschlagnahmt und die Särge der früheren Brüsseler Kardinäle … (LOL!!!)
http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/33404.html
3) Ferner schon im April 2010 in der Sendung „Advocatus Diaboli“ in den Niederlanden:
(auf Äußerungen des Glaubensoperettenkaisers und Obervertuschers Moral
Benedikt XVI. hatte Mitte März auf seiner ersten Afrikareise erklärt, dass Aids nicht mit Kondomen zu besiegen sei, sondern diese vielmehr „das Problem noch verschlimmern“. )
http://www.focus.de/panorama/welt/aids-tote-tv-gericht-spricht-papst-schuldig_aid_390397.html
sowie
4) richtig lustig:
http://www.apfeltalk.de/forum/kardinal-warnt-ipod-t25390.html
LOL
1 FRFR 2,30
http://www.sueddeutsche.de/medien/katholische-kirche-erhaelt-negativ-preis-das-kalte-herz-der-kirche-1.973073-4
Danke Otto!
Obwohl die Jesuiten hier zu gut weg kommen.
Mertes und Dartmann sind doch nur die Fassade.
Unter Auschluss der Öffentlichkeit hat Ex-AKO-Rektor Schneider
bereits die Opfer seines Patron Stüpers mit Klageandrohung bedacht.
Der jetzige Schulleiter, der Geschäftsführer der Stiftung und der nette Seelsorger an den die Opfer sich vertraulich wenden sollen, tauchen als Zeugen auf.
Und wer hat wohl die Anwälte bezahlt?
Vergleichbare Schwerstverbrechen im Kirchenrecht:
Vatican makes attempted ordination of women a grave crime
Revised Catholic rules put female ordination in same category of crime under church law as clerical sex abuse of minors
http://www.guardian.co.uk/world/2010/jul/15/vatican-attempted-ordination-women-grave-crime
“It was meant to be the document that put a lid on the clerical sex abuse scandals that have swept the Roman Catholic world. But instead of quelling fury from within and without the church, the Vatican stoked the anger of liberal Catholics and women’s groups by including a provision in its revised decree that made the „attempted ordination“ of women one of the gravest crimes in ecclesiastical law.
The change put the „offence“ on a par with the sex abuse of minors.
Terry Sanderson, president of the National Secular Society, called the document „one of the most insulting and misogynistic pronouncements that the Vatican has made for a very long time. Why any self-respecting woman would want to remain part of an organisation that regards their full and equal participation as a ‚grave sin‘ is a mystery to me.“
http://www.guardian.co.uk/world/2010/jul/15/vatican-declares-womens-ordination-grave-crime
Missbrauchsnotruf-Betreuerin
Gedächtnis der gequälten Seelen
„B. kämpft gegen die Institution Kirche, die Betroffene mit dürren Worten abspeist und den Missbrauchsskandal „aussitzen will“, sagt sie.
Sie kämpft gegen diese Kirche, weil sie „ihre Kirche“ retten will. Als junge Frau hatte sie geschworen, auszutreten, sollte Josef Ratzinger, dieser Konservative, je Papst werden. Am Tag des Konklaves saß sie fassungslos vor dem Fernseher, „Habemus Papam“, sagte Kurienkardinal Jorge Arturo Medina Estevez.
Und B. dachte: „Um Himmels Willen, nicht Ratzi-Fatzi! Meine Kirche hat mich so enttäuscht.“
Mit ihrem Vorhaben musste sie trotzdem brechen, wenn auch sehr ungern, denn B. ist eine stolze Frau. Es war die Wahl zwischen Elend und Ohnmacht. Sie hat sich für das Elend entschieden: „Wenn ich austrete, kann ich ihm ja gar nicht mehr ans Bein pinkeln.“ Sie blieb.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,706107,00.html
Meine Meinung: Vielleicht sollte man die Frage, ob der Staat diese „Kirche“ mit ihrem selbstgestrickten Kirchenstrafrecht noch finanziell unterstützen kann einmal nach weltlichem Recht bis zum Europäischen Gerichtshof rechtlich klären lassen, anstatt zwischen Elend, Ohnmacht und Ekel zu schwanken.
Selbstverständlich kann niemand, dem die Menschenrechte etwas bedeuten, -ob Mann oder Frau – dieser “Kirche” noch angehören. Wieso kann der Staat diese aus dieser „Kirche“ ausgetretenen Bürger dann weiterhin zwingen, diese „Kirche“ noch zu finanzieren?
Wenn ich einen Verein gründen würde, der satzungsgemäss Frauen so behandeln würde wie die Kirche, dann würde ich wegen Diskriminierung niemals die Zulassung bekommen…
Und wenn ich in meiner Firma, die Hälfte der potentiellen Mitarbeiter von vorneherein ausschliessen würde und dem Rest ein Sexualleben verbiete, dann hätte ich Probleme geeignetes Personal zu finden..
Wenn Sie einen Verein gründen würden, der in seiner Satzung vorsieht, dass nur Männer Vorstand dieses Vereins werden können, könnte kein deutsches Finanzamt diesem Verein die Gemeinnützigkeit und die damit verbundenen Steuerbefreiungen gewähren.
Die Katholische Kirche wird aber fraglos weiter subventioniert, ihr werden keine Fragen gestellt, die ein privater Verein dem Finanzamt beantworten muss, weil sie eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. Obwohl sie nach ihrem Kirchenrecht Menschenrechtsverletzungen begeht, erhält sie (u.a. aufgrund des 1933 geschlossenen Reichskonkordats) pro Jahr vom deutschen Staat Subventionen in Milliardenhöhe.
M.E. kann man diese Herren nur zur Vernunft bringen, indem man Ihnen den Geldhahn abdreht, ganz unabhängig davon, dass es für alle Steuerzahler eine Zumutung ist, diese Zustände in der katholischen auch noch zwangsweise über ihre Einkommensteuerzahlungen finanzieren zu müssen.
Hoffentlich werden dazu jetzt einmal die richtigen politischen und rechtlichen Fragen gestellt:
Als Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche fordern prominente deutsche Katholikinnen in der Frankfurter Rundschau (Samstagausgabe) umfassende Reformen und die volle Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche, die Zulassung zum Diakonen- und Priesteramt eingeschlossen. Die Dominikaner-Nonne Jordana Schmidt, Ex-Sprecherin des “Worts zum Sonntag” in der ARD, bezeichnete die “klerikale Hierarchie, das Bild vom Priester als dem unantastbaren heiligen Mann, das Fehlen von Foren für kritischen Dialog” als “günstiges System” für sexuellen Missbrauch. “Wären in der Kirche von Anfang an auch Frauen führend tätig gewesen, wäre die Kirche eine andere: nicht so machtbewusst, nicht so ehrpusselig.”….. Die frühere Vizepräsidentin des Zentralkomitees (ZdK), Magdalena Bogner, sagte der Frankfurter Rundschau, der “römische Patriarchalismus” wirke auf viele Frauen “abschreckend bis abstoßend”. Die Zeit sei reif für Veränderungen, so die langjährige Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) .
Hier noch der link zum Artikel in der Frankfurter Rundschau
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=2855763&em_cnt_page=1