Internationale Vernetzung

Missbrauch in der katholischen Kirche ist ein globales Problem. Daher arbeitet Eckiger Tisch mit Betroffenen, Aktivist*innen und Initiativen auf internationaler Ebene zusammen.

Hier berichten wir über unsere aktuellen internationalen Aktivitäten.

Brasilien

1.

Wohltäter – oder wohl Täter?

Bernhard Johannes Bahlmann, der deutsche Bischof des brasilianischen Bistums Óbidos wurde als „Amazonien-Wohltäter“ zum Katholikentag eingeladen – trotz schwerer Vorwürfe von Betroffenen und Zeug*innen.

2.

Offener Brief einer brasilianischen Person

Obwohl bereits drei deutsche Hilfswerke die Förderung eingestellt haben, unterstützt das Bistum Würzburg, welches schon 2022 über die Anschuldigungen in Kenntnis gesetzt wurde, das Bistum Óbidos noch immer finanziell. Und während Betroffene in Brasilien auf taube Ohren stoßen, wird der beschuldigte Bischof vom Bistum Würzburg auf den Katholikentag eingeladen.

Die Lage in Brasilien ist besonders kritisch: Viele Betroffene sind in Sorge wegen multinationaler Bergbauunternehmen, die die Amazonasregion für ihre natürlichen Ressourcen ausbeuten und dort kriminelle Macht ausüben. Bischof Bahlmann soll für seine Nähe zu Bergbau- und Großunternehmen bekannt sein. Betroffene fürchten sich vor den Folgen, wenn sie sich gegen mächtige Akteure aussprechen.

In einem offenen Brief richtet sich eine betroffene Person in Brasilien an die Bischofskonferenz des Landes:

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Ecuador

1.

Solidarität und internationale Unterstützung für den Prozess von Wahrheit, Erinnerung und Wiedergutmachung im Fall Bischof Emil Stehle in Ecuador

Als Eckiger Tisch e.V., deutsche Organisation, die 2010 von Überlebenden sexualisierter Gewalt durch Priester, Ordensangehörige und Mitarbeitende der katholischen Kirche in Deutschland gegründet wurde und im internationalen Netzwerk Ending Clergy Abuse (ECA) mitwirkt, erklären wir unsere öffentliche Solidarität mit der Coalición de Lucha contra la Violencia Sexual en Espacios de Fe (COVSFE), mit der feministischen Bewegung von Santo Domingo de los Tsáchilas sowie mit allen Betroffenen, die in Ecuador Wahrheit, Erinnerung und Wiedergutmachung einfordern.

Beratung und Hilfe

Als Betroffene sexuellen Missbrauchs im Kontext der katholischen Kirche können Sie sich gern mit Fragen und Wünschen an unsere Berater wenden.

Nutzen Sie unsere Online-Beratungsstelle oder kontaktieren Sie uns per Mail.

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Bundesministerium des Innern und fuer Heimat - Foerderung