2078878787Im Interview mit dem katholischen domradio („Von Vertuschung kann man nicht reden“) spricht P. Kiechle über die Fotokunst von P. Stüper.

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48 Kommentare

  1. Jesuiten haben Kisten auf dem Speicher von denen sie nichts wissen und sie tragen Kisten mit sich rum ohne sich was dabei zu denken. Zufällig sind darin Bilder die den Straftatbestand des erweiterten Kinderpornografieparagrafen in Punkto ´Posing´erfüllen. Da wird es doch Zeit, dass die Staatsanwaltschaft Bonn und die in München mal im Aloisiuskolleg und in der Zentrale in München mal einen Besuch abstatten,
    was die Jesuiten noch alles so an Nackedei-´Kunst´ auf ihren Speichern liegen haben..

    Aber mal ganz im Ernst, liebe Eltern, wollt ihr wirklich eure Kinder an Schulen geben wo sie gegen ihren Willen zu Posing-Bildern gepresst werden, in denen sie ihre Geschlechtsteile entblössen müssen und die Paters nehmen sich diese Fotos dann mit nach Hause. Und wenn sie dann erwischt werden, nennt ihr oberster Chef das ´Kunst´?!!

  2. Bei dieser Grundhaltung der Ordensleitung zu diesen Photos, dem schlampigen Umgang mit diesen Photos und der Einstellung damit nach Belieben umgehen zu können, ist eine Gefahr für weitere Beschädigung der Opfer gegeben.

    Alleine schon die Äußerungen „die Bilder sind Privatbesitz und jeder Mensch kann damit tun was er will“ zeigt unmissverständlich, dass, sollten weitere Bilder auftauchen, die Gefahr besteht, dass mit diesen Bildern Missbrauch betrieben werden kann.

  3. Ein paar Kisten !?! Eine weitere Verspotttung der Opfer. Ich glaube an Gott, jedoch mit diesem Verein , habe ich abgeschlossen.

  4. Die Warnungen an Eltern ihre Kinder nicht auf das Aloisiuskolleg zu schicken sind verleumdnerisch und rufschädigend. Als aktueller Schüler des Kollegs kann ich selbst zu 100% versichern, dass zu meiner Zeit nicht einmal ansatzweise Dinge geschehen sind wie in früheren Jahren mit sexuellen Übergriffen, Grenzverletzungen oder unmoralischen Fotografien. Die derzeitigen Verantwortlichen des Kollegs, aber vorallem auch der Schule wie zum Beispiel Herr Wißmann, Herr Haep oder Herr Wittbrodt tun alles Ihnen mögliche um die Vergangenheit aufzuklären und Prävention zu schaffen für die Zukunft, wobei nochmals zu betonen ist, dass das Aloisiuskolleg heute eine hervorragende Schule ist, in der keinerlei sexuelle Grenzüberschreitungen oder ähnliches zu befürchten sind. Bei der gesamten Debatte gibt es das große Problem, dass die Sachlichkeit vielfach fehlt und eine unbedingt notwendige Trennung von Schule und Orden nicht geschieht.

  5. Aus dem Kontraste-Interview :
    http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_11_02/kindesmissbrauch_.html

    (bitte in der Video_Ausschnitt online stellen!)
    Schneider/Ako: “Ja da sind welche bemerkt worden (Vorkommnisse) “und weiter, ” ich habe ihm (stü.?) gesagt ich würde dieses Risiko nicht eingehen…

    Manuela Groll, Rechtsanwältin
    „Das, was mir in den Leitlinien aufgefallen ist, dass tatsächlich dort versucht wird, den Rechtsstaat zu ersetzen. Das heißt, das Ermittlungsverfahren soll einzelne nicht bekannte Ordensmitglieder ausgelagert werden und es findet eine interne Überprüfung statt. So habe ich bisher den Rechtsstaat nicht verstanden, und ich halte es auch für eine moralisch sehr bedenkliche Art und Weise, so mit
    Verdachtsmomenten umzugehen.“

    Mehr zu Leitlinien:
    http://www.ruhrbarone.de/das-verordnete-schweigen-der-kirche-oder-e-delictis-gravioribus/

    (Man kann den Orginaltext auch recherchieren unter:
    “On the manner of proceeding in cases of solicitation”
    http://news.bbc.co.uk/2/shared/bsp/hi/pdfs/28_09_06_Crimen_english.pdf

  6. Muss der Lehrsatz jetzt eigentlich “Intra ecclesiam ars non est.” oder “Intra ecclesiam artes non sunt.” heißen?

    Nach der Befindlichkeit der Objekte der Begierde der geistlichen Künstler oder Kunstliebhaber wurde in der Kirche doch auch früher nicht gefragt.

    Oder soll man Geistliche des Barock, die Knabenstimmen in einem Erwachsenenkörper liebten und spezielle Knabenschulen für in der Vorpubertät kastrierte Jungen gründeten, um diese dann stimmlich und liturgisch, auszubilden, als Kunstliebhaber bezeichnen?

  7. @Unsachlich,

    Schulträger ist nunmal der Jesuitenorden und der findet Fotos, die ein Schulleiter von seinen 11-13 Jährigen Schülern teilweise unter Druck und Zwang macht und in denen sie ihre Geschlechtsteile entbössen müssen und Posen einnehmen, nicht nur normal sondern hält das auch noch für Kunst! Und das war nicht ANNO DAZUMAL, das war DIESE WOCHE!
    Und wenn die Patres gedankenlos mit Kartonweise solcher Fotos durch die Gegend laufen, findet der Orden dies sei ihr gutes privates Recht.
    Da soll man sich als Eltern keine Sorgen machen?
    Ich kann ihnen sagen, dass ich aus genau diesen Gründen meine beiden Kinder NICHT an diese Schule geschickt habe! Inzwischen haben sie die best-anerkannten Abiture (PISA) woanders gemacht.
    Ich kann verstehen, dass Eltern unwissend ihre Kinder dorthin geschickt haben. Aber nach den Äusserungen führender Jesuiten sollte man vorsichtig sein. Das hat nichts mit Verleumdung zu tun, denn hier wird nichts behauptet, sondern nuir auf das hingewiesen, was der oberste Jesuit in Deutschland selber sagt. Wenn das, was er sagt Rufschädigend ist, dann sind das die Jesuiten selber schuld.

  8. @Michael Lehmann
    Tatsache ist aber, dass die Vorwürfe sich auf das gesamte Kolleg beziehen und dabei die Bemühungen des Schulteils zur Aufklärung nicht honoriert werden. Darüber hinaus tuen sie so, als ob die Fotos aus der jetzigen Zeit stammen, was erwiesenerweise aber keinesfalls der Fall ist. Die betroffenen Fotos wurden allesamt nicht in den letzten Jahren gemacht, weshalb auf jeden Fall eine klare Abtrennung zwischen Vergangenheit und Gegenwart erforderlich ist. Vielleicht sollten sie sich auch einmal Gedanken darüber machen, dass sie sich noch im Februar darüber aufgeregt haben, dass die Fotos vernichtet wurden und jetzt wo noch Fotos gefunden wurden regen sie sich darüber auf, dass es sie noch gibt. Es ist keinesfalls möglich und auch nicht die Aufgabe der derzeitigen Verantwortlichen das gesamte mehrere Hektar große Kollegsgelände zu durchsuchen nach möglichen alten Kisten mit Fotos. Das Problem an dieser Stelle ist, dass die Initiative Eckiger Tisch gegen jegliches Handeln des Kollegs ist. Sucht das Kolleg nicht nach Fotos heißt es, man trägt nicht zur Aufklärung bei, würde man suchen und welche finden würde beispielsweise der Eckige Tisch behaupten, dass man die Fotos ohnehin nur wegschaffen möchte. Letzten Endes ist es traurig, dass die gesamte Debatte um ein solch ernstes Thema auf eine derartig unsachliche Ebene abgerutscht ist, bei der sich vor allem die Initiative Eckiger Tisch die Frage gefallen lassen muss, ob es nicht eigentlich nur darum geht möglichst viel Geld zu erhalten. Ein Beleg dafür stellt die Bedingung, dass man zu einer Gesprächsrunde nur bereit ist, wenn man gleichzeitig mit dem Rektor über Schadensersartz verhandeln kann; wobei anzumerken ist, dass der Rektor gar nicht dazu befähigt ist über Geldentschädigungen zu verhandeln, sondern ausschließlich der Orden. Vielleicht sollte es Ihnen zu denken geben, dass es einige Missbrauchsopfer gibt, die die Initiative Eckiger Tisch ablehenen, warum frage ich sie?

  9. General-Anzeiger Bonn (GA) vom 8.11.2010

    “…..Man habe die Kommission auf in einem „abgesperrten Nebenraum“ lagernde „Kartons unsortierter Fotografien“ hingewiesen, so das Ako. Die Bilder stammen aus dem Nachlass des bis zu seinem Tod im Juli 2010 mit Verfahren belasteten Ex-Internatsleiters.

    Dass der im Februar zurückgetretene Ex-Rektor Pater Schneider bei seinem Auszug die Kartons und den übrigen Nachlass mitnahm, „ist nicht mit uns abgesprochen gewesen“, so der heutige Ako-Rektor Rabe. Professorin Julia Zinsmeister, die die Aufklärungskommission leitet, erklärte dem GA, „dass mir nichts mehr einfiel“, als sie zum Ortstermin im Ako plötzlich kein Beweismaterial mehr vorfand und es danach erst von Pater Schneider anfordern musste. ….”

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=808798

  10. @ unnsachlich

    Die Vorwürfe beziehen sich auf die aktuell Handelnden und Verantwortlichen im Orden und am AKO,auch wenn sie sich auf Vorfälle beziehen,die lange zurück liegen.

    Zum Schluß etwas zum nachdenken : angenommen Pater Kiechle hätte
    in jenem Dom-Radio Interview zu einem,zugegeben fiktivem Vorfall,
    der Gegenwart derart Stellung bezogen,wie er es Hinblick auf diese weit zurück liegenden Vorkomnisse tat…..

    Ich bin der festen Überzeugung,dass die Empörung und die Fassungslosigkeit,ob solcher Verharmlosungen,innerhalb der aktuellen Elternschaft riesig gewesen wäre.

  11. @unsachlich

    Richtig. Die Übergriffe, Grenzverletzungen und Delikte sexuellen Missbrauchs am AKO sind älteren Datums. Der Zwischenbericht Zinsmeister nennt einen letzten Vorwurf für das Jahr 2008. Also seit über zwei Jahren ist am AKO nichts Nennenswertes mehr vorgefallen.

    Seit wann sind Sie auf der Schule? Gehen Sie ins Internat? Woher wissen Sie so unerschütterlich genau, dass zu Ihrer Zeit dort nichts Fieses passiert ist? Das dachte zu meiner Zeit (Abi 1992) auch die Mehrheit der Schüler (damals noch keine Schülerinnen).

    Ich glaube zwar, dass Typen wie Wallmeyer, Brüning und Stüper am AKO heute nicht mehr möglich wären, dass man sich dort geöffnet hat und einige Anwesende dort auch versuchen, aufzuklären. Und natürlich darf man nicht alle dort über einen Kamm scheren, weder bei den weltlichen Erziehern, noch bei den Jesuiten.

    Was Ihre pseudologische Einlassung zu den Fotos geht: Selbstverständlich regen sich Betroffene auf, wenn brisantes Bildmaterial ohne ihr Wissen vernichtet und nicht der Staatsanwaltschaft übergeben wird. Und natürlich regen sie sich wieder auf, wenn sich herausstellt, dass diese angebliche Vernichtung offenbar nie stattfand, Kisten noch irgendwo rumstehen, Schneider das Zeug dann mit nach Hause nimmt und in Ruhe vorsortieren kann, bevor er es Frau Zinsmeister übergibt. Ich bitte Sie, wenn Ihnen das nicht seltsam oder zumindest massiv unprofessionell vorkommt…

    Mein Neffe ist auch auf dem AKO, und ganz zufrieden dort. Wieso sollten Sie es nicht auch sein? Ich würde mich allerdings freuen, wenn Sie Ihren sicher kritischen Geist einmal mit folgenden Fragen füttern: Wie viele der heute noch anwesenden Lehrkräfte und Patres hatten Kenntnis von Pater Stüpers pädagogisch völlig unverantwortlichen und teilweise strafbaren Verhaltensweisen? Wie viele hätten es zumindest wissen können? Wie viele Übergriffe wurden nicht verhindert? Was für eine Atmosphäre muss Jahrzehnte am AKO geherrscht haben? Distanziert man sich jetzt dort von Pater Stüper und seinem engen Freund Pater Schneider? Was ist Ihre eigene Meinung dazu?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Anselm Neft

  12. @unsachlich

    errata: Was Ihre pseudologische Einlassung zu den Fotos (an)geht.

    Und noch etwas:

    „Ein Beleg dafür stellt die Bedingung, dass man zu einer Gesprächsrunde nur bereit ist, wenn man gleichzeitig mit dem Rektor über Schadensersartz verhandeln kann“

    Wer hat Ihnen denn diesen Quatsch erzählt? Lassen Sie mich raten: Sie haben sich mit dem Thema noch nicht wirklich auseinandergesetzt.

    Wer das AKO schlecht gemacht hat, waren Menschen wie Stüper oder Brüning und die Dutzenden von Speichelleckern und Schwächlingen, die sich einen Scheißdreck für das Wohl der Schutzbefohlenen interessiert haben, und die vielen, vielen Mitläufern unter den Schülern, die z.B. Stüper bei seinen Verspottungs- und Demütigungsspielchen noch unterstützt und die Missbrauchten ausgegrenzt haben. Der Eckige Tisch weist lediglich auf diese Umstände hin. Tut mir leid, wenn Ihnen das nicht passt.

    Und die Forderungen des Eckigen Tischs sind aus gutem Grund drei:

    1. Genugtuung (ja, Geld! Da eine Bestrafung der Täter durch Vertuschen im Jesuitenorden verhindert wurde, bleibt nur dies als Anerkennung der Untaten, Zeichen der Reue und (wenn auch geringe) Kompensation der Opfer, denen oft ganze Lebenswege verbaut wurden.) Davon abgesehen: Was haben Sie gegen Menschen, die Geld wollen? Ich verstehe Ihr Argument in dieser Hinsicht nicht.
    2. Aufklärung
    3. Prävention

    Vielleicht werden Sie das eines Tages verstehen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Anselm Neft

  13. @unsachlich

    ´Ein Beleg dafür stellt die Bedingung, dass man zu einer Gesprächsrunde nur bereit ist, wenn man gleichzeitig mit dem Rektor über Schadensersartz verhandeln kann..´ Wo haben sie das denn her? So etwas habe ich im Umfeld eckiger Tisch und auch sonst nirgendwo wahrgenommen!?

    Wie können sie behaupten es ginge nur um Geld?

    Im Gegenteil, die Betroffenen vom eckigen Tisch haben die gebotenen 5000.- Euro abgelehnt und auch auf das nächste Verhandlungsgelegenheit verzichtet, weil ihnen die Aufklärung des skandalösen Umgangs mit diesen pädophilen Fotos am Aloisiuskolleg wichtiger ist.

    Und Betroffene, die den eckigen Tisch ablehnen sind mir auch noch nicht begegnet. Auf Grund welcher Informationen behaupten sie das?

    Wenn sie hier auf diesem Forum nur auftauchen um Pädophilie zu verharmlosen, Opfer zu beschimpfen und Gerüchte zu streuen, sehe ich im weiteren keinen Anlass auf ihre tatsächlich sachlich falschen Ausführungen einzugehen.

  14. @wie, Unsachlich,

    können sie behaupten am AKO sei jetzt alles anders und es würde tüchtig aufgeklärt, wenn im August 2010 noch ein Pater Schneider kistenweise Fotos rausschleppen kann, von denen ca. 250 laut Zinsmeister.Bericht ´auffällig´ oder ´erotisch´ waren und mindestens 10 solche in denen Minderjährige Schuler des Aloisiuskollegs ihre Genitalien entblössen mussten?

  15. In der ersten Fassung des auch von Wittbrott immer wieder angekündigten Leitfadens stand ja auch noch drin, dass blosses fotografieren noch irgendwie verhältnissmässig harmlos ist. Anscheinend plant man anscheinend also doch die Tradition des grossen Künstlers Stüper fortzusetzen. Da ist die Sorge der Eltern doch berechtigt? Jedenfalls wenn man weiss, was solche Kunst beim Kind als lebenslanges Trauma auslösen kann. Und es ist doch das Kindeswohl über das wir hier sprechen?

  16. ..ich weiss schon: ´anscheinend´und ´anscheinend´zweimal im selben satz..
    jetzt habe ich mich aber auch genug über diesen ´Unsachlich´aufgeregt!

  17. @Anselm Neft
    Natürlich habe ich nicht grundsätzlich etwas gegen eine zweifelsohne notwendige Entschädigungszahlung, allerdings scheint es teilweise so, dass es der Opferinitiative weniger um die Aufklärung und Darstellung sexuellen Missbrauchs geht, sondern eher mit allen Mitteln möglichst viel Geld zu erhalten.
    Natürlich gibt es nie eine 100% Garantie dafür, dass es Grenzverletzungen von einzelnen gibt, allerdings haben sich die Strukturen am Kolleg bis heute maßgeblich verändert. Seit nun 9 Jahren am Kolleg, wenn auch extern, kann ich sagen, dass grundsätzlich ein sehr offenes Klima herrschte.
    Bezüglich der Forderung von Prävention sehe ich auf jeden Fall eine Übereinstimmung zwischen ihrer Initiative und den derzeitigen Vorgängen am Kolleg. Bereits seit Monaten wird dort unter Mitwirkung verschiedener Vertreter, wie Schüler, Eltern oder auch ehemalige Opfer an einem Präventionsleitfaden gearbeitet, der demnächst vorgestellt wird. Ich glaube, dass dies ein gutes Beispiel, für die Bemühungen der aktuellen Verantwortlichen ist.
    Des Weiteren bedeuten meine Aussagen keinesfalls, dass ich es zum Beispiel für legitim oder angemessen halte, dass Pater Schneider Fotos weggebracht hat, allerdings ist gleichzeitig zu beachten, dass er diese sofort ohne Widerspruch zurückgegeben hat, vermutlich, weil ihm nicht bewusst war, um welche Inhalte es sich handelte. Hätte er dies gewusst und etwas vertuschen wollen, hätte er die Fotos wohl sofort vernichtet und nicht weiterhin aufbewahrt.
    Was würde denn die Initiative Eckiger Tisch dazu sagen, eine Art Podiumsdiskussion im öffentlichen Rahmen mit Schülern und Kollegsvertretern zu veranstalten, bei der eine sachliche Diskussion stattfinden kann wofür es natürlich auch notwendig wäre eine unabhängige Moderatorin wie z.B. Frau Zinsmeister zu finden.

  18. @unsachlich
    Zu Ihrem Vorschlag: Ich denke, da wären wir dabei. An der Odenwaldschule hat man das als Hearing bezeichnet. Es könnte eine Chance sein.

  19. Vatikan der viert_reichste Staat der Welt.
    Vielleicht sind die Vertreter
    schon wieder unterwegs – um ihre
    PRO-VISIONEN
    zu erhalten.
    Passolini, ik hör dir trappsen

    http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c5426ae5-c5fa-4321-9dd3-4b0998378e0e

    Schwere Vorwürfe

    Ratzinger soll Missbrauch geheim gehalten haben

    Wusste Papst Benedikt XVI. seit Jahrzehnten von den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche? Das jedenfalls behauptet der Kirchenkritiker Hans Küng. Joseph Ratzinger selbst habe die Anweisung erteilt, die Anschuldigung von sexuellen Übergriffen geheim zu halten. Keiner wisse soviel wie Benedikt XVI.

    Als Papst Benedikt XVI. als Erzbischof tätig war, wurde in seinem Bistum ein Priester in der Gemeindearbeit eingesetzt, obwohl dieser wegen Kindesmissbrauchs vorbelastet war. WELT ONLINE blickt auf diesen Lebensabschnitt Ratzingers zurück.

    Der Theologe Hans Küng erhebt schwere Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. Das Kirchenoberhaupt soll bereits seit Jahrzehnten konkret über die Missbrauchsfälle in der Kirche informiert gewesen sein, sagte Küng im Schweizer Fernsehen.

    Weiter: http://www.welt.de/politik/deutschland/article6882971/Ratzinger-soll-Missbrauch-geheimgehalten-haben.html

    http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c5426ae5-c5fa-4321-9dd3-4b0998378e0e

  20. @unsachlich:

    Eine Podiumsdiskussion fände ich schön.

    Kennen Sie das Team, das am Leitfaden arbeitet? Wie viele Betroffene sind dort dabei? Und wie viele Experten?

  21. @unsachlich
    Auch ich halte eine Podiumsdiskussion, wie Sie sie anregen, für eine gute Idee.

    Auch ein Präventionsleitfaden ist natürlich zu begrüßen. Andererseits ist ein solcher Leitfaden für viele Schulen seit vielen Jahren selbstverständlich. Das AKO nimmt hier keine Pionier- sondern eine Nachzüglerrolle ein.

    Haben Sie den Leitfaden bereits gelesen? Wie finden Sie ihn?

  22. @unsachlich

    Kennen Sie Robert Wittbrodt? Stammen Ihre Kenntnisse zu Missbrauch und Aufklärung am AKO weitgehend von ihm?

  23. @unsachlich
    „Die derzeitigen Verantwortlichen des Kollegs, aber vorallem auch der Schule wie zum Beispiel Herr Wißmann, Herr Haep oder Herr Wittbrodt tun alles Ihnen mögliche um die Vergangenheit aufzuklären“ –> das wird eindrucksvoll bewiesen durch den Umgang mit Photos – kein Mensch kann mehr nachweisen, was vernichtet wurde, was wo noch lagert, was wer damit veranstaltet…Herr Kiechle am allerwenigsten. Und niemand kann zusagen, was Herr Schneider inzwischen zurückgegeben hat.
    Frau Zinsmeister untersucht, sie hat aber keine Ermittlungskompetenzen.
    (Im übrigen hingen keine Nacktphotos in den Fluren des Internats, das harte Zeug hat Herr Stüper hinter verschlossener Tür konsumiert. Lächerlich die veröffentlichten Ablichtungen mit denen, die angeblich vernichtet wurden, in einem Atemzug zu nennen – wozu vernichtet man überhaupt Photos, wenn alles so harmlos war…“künstlerische Hobbyphotographie“.)

    Zum Thema Geld:
    Meine „Erziehung“ am Aloisiuskolleg kostete meine Eltern viel Geld.
    Das Aloisiuskolleg hat die im Kaufvertrag versprochene Leistung, nämlich eine exzellente Erziehung nach bester Pädagogik als selbsternannte Eliteschule/internat, nicht erbracht. Also wandle ich den Vetrag und will einen Teil des Kaufpreises zurück.
    So einfach ist das.
    Und es interessiert mich nicht im Geringsten, ob Sie etwas dagegen haben oder nicht.

    Übrigens: worüber soll hier auf einer Podiumsveranstaltung „diskutiert“ werden????Gehts noch?

  24. @Anselm Neft
    Die Infos stammen weitestgehend von der Schule, jedoch nicht von Herrn Wittbrodt sondern anderen Verantwortliche. An dem Präventionskonzept arbeite ich persönlich nicht mit, habe jedoch von Freunden mitbekommen wie intensiv sie daran arbeiten. Den Vorschlag zu einer Podiumsdiskussion wird in der kommenden Zeit an der Schule überlegt werden, wobei ich Ihre grundsätzliche Offenheit begrüße. Ich halte es für wichtig, dass der Schule eine Chance gegeben wird mit der Vergangenheit abzuschließen und die Arbeit der aktuellen Verantwortlichen respektiert wird, da diese größtenteils nicht für die vergangenen Geschehnisse verantwortlich gemacht werden können. Der Jesuitenorden trägt für die gesamten Vorkommnisse eine wesentlich größere Verantwortung als die Schule und dies sollte auch für uns Schüler so kommuniziert werden. Für die aktuellen Schüler ist es nicht gerade angenehm zu sehen, dass man an der Schule(!) sein Bestes gibt, um aufzuklären und vorzubeugen und dennoch die eigene Schule immer wieder negativ erwähnt wird. Geben sie den aktuellen Verantwortlichen/Aufklärern, wie Herrn Haep oder Wittbrodt, die z. B. aufgrund ihres Alters nichts für die Vergangenheit können, eine Chance zu zeigen, dass sexueller Missbrauch aus der Vergangenheit am Ako ernst genommen wird und wir Schüler in der Gegenwart wie Zukunft gut aufgehoben sind.

    @Jörg Heinrich
    Außer Frage sind ihnem am Ako früher schreckliche Dinge wiederfahren, dennoch halte ich es für respektlos, z. B. gegenüber uns Schülern, eine Podiumsdiskussion für lächerlich zu erklären. Genau solche Äußerungen wie diese lassen bei uns Schülern den Eindruck aufkommen, dass es den Opfern weniger darum geht die Vergangenheit aufzuklären und sich damit auseinanderzusetzen, sondern mehr darum der heutigen Schule und damit auch den aktuellen Schülern möglichst großen Schaden zuzufügen. Schade, dass sie mit dem vorhandenen Interesse von uns Schülern so respektlos umgehen und so das gesamte Bild der Opferinitiative negativ beeinflussen.

  25. Lieber Unsachlich,

    wenn sie mal einen moment nicht soviel an ihre Schule und an sich denken und ihre eigenen Worte betrachten, was denken sie dann?
    enken sie nicht, dass die Betroffenen noch viel lieber als ´die Schule´ mit der Vergangenheit abschliessen möchten? Glauben sie nicht, dass diese die Chance verdient hätten?
    Von früheren Bemerkungen eines Herrn Wittbrodt ganz zu schweigen, sind auch von ´der Schule´ leider nicht gerade Hilfreiche Aktionen ausgegangen.
    NAtürlich würde eine Angemessene Genugtuung durch den Jesuitenorden die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung schaffen. Aber der Orden gibt ja noch nicht einmal zu, dass das fotografieren von nackten 11jährigen durch einen Schulleiter irgendwie unangemessen sein könnte, sondern der oberste Jesuit Deutschlands spricht von sehr guten Aufnahmen und Kunst!
    Schauen sie sich die Sextaner und Quintaner auf dem Schulhof doch mal an, was für Chancen haben die einem übermächtigen Schulleiter gegenüber, der auch noch von allen gedeckt wird? Das waren wir!
    Wenn die Schule und die Schülerschaft es ernst meinen würde, dann würden sie EInfluss auf den Orden geltend machen und nicht versuchen uns zu kritisieren, die wir jezt erwachsen sind und endlich reden können und Druck auf uns auszuüben!

  26. Was ihre Aussgaen bezüglich des oberen Jesuiten angehen, stimme ich mit Ihnen voll und ganz überein, diese Verharmlosung der Fotos stimmt jedoch nicht mit der Meinung am Aloisiuskolleg überein. Die derzeitigen Verantwortlichen verurteilen die Bilder ebenso wie sie in schärfster Form. Den Einfluss der Schule und vor allem der Schüler auf den Orden überschätzen sie bei weitem. Uns Schülern ist es absolut nicht möglich in irgendeiner Form Druck auf den Orden aufzubauen und auch der Schule ist dies kaum möglich, da sie vom Orden extrem abhängig und ihm unterlegen ist. Natürlich muss es den Betroffenen möglich sein mit dieser Vergangenheit abzuschließen, dies ist jedoch kein Widerspruch zu der geforderten Anerkennung der Arbeit der aktuellen(!) Verantwortlichen und Respekt vor uns Schülern. Welche früheren Bemerkungen von Hr. Wittbrodt sie meinen ist für mich vollkommen unverständlich, da er stets sachlich und respektvoll aufgetreten ist, einen großen Beitrag zur Aufklärung leistet und ein hohes Maß an Verantwortung übernehmen muss für Dinge, die weit vor seiner Zeit am Ako geschahen und nicht durch ihn verursacht wurden. Meines Erachtens nach ist es von größerer Bedeutung sich gegen die wirk
    lichen Verantwortlichen, vor allem des Ordens, wie zum Beispiel Provinzial Dartmann, zu wenden, als gegen einen Pressesprecher, der keine der zu kritisierenden Fehlentscheidungen, die Missbrauch ermöglichten, auch nur ansatzweise verursachte.

  27. Liebe/Lieber Unsachlich !

    Ich denke nicht,dass wir Opfer dem notwendigen Prozess der Aufarbeitung des schrecklichen Vorkomnisse am AKO hinderlich sind,
    noch habe ich den Eindruck das wir der Schule Schaden zufügen.

    Ich sehe eine Opfergruppe ,welche mit Würde und Wortgewalt,Unrecht
    und Täter klar bennent; eine Würde die mir derzeit bei führenden Jesuiten fehlt.

    Ich freue mich für sie und ihre Mitschüler/innen, dass sie so durchweg
    positive Lebens und-Lernerfahrungen am AKO sammeln konnten.

    Das solllte ja eigentlich die Regel sein.

    Diese Regeln wurden aber in den letzten fünf! Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts und darüber hinaus ,von leitenden
    Jesuiten dieser Gemeinschaft auf abscheuliche Art ins Gegenteil verkehrt.

    Ich finde es durchaus angemessen, für fünf Jahre Angst,Schlaflosigkeit
    und Entwürdigung angemessen entschädigt zu werden.

    Dies bin ich nicht nur mir,sondern auch meiner Frau,meiner 83jährigen Mutter und meinem zwischenzeilich erwachsenen Sohn schuldig,die diese öffentliche Diskussion mit zunehmend wachsender Sorge beobachten .

    Ich war von 1970 -1975 im Internat des Aloisiuskollegs .

  28. @dirk finkel
    Ganz genau, vor allem den führenden (!) Jesuiten fehlt die angemessene Einstellung und das nötige Taktgefühl im Umgang mit den nicht zu leugnenden Missbrauchsfällen. Dies müsste jedoch noch mehr nach außen hin kommuniziert werden, da bislang vor allem die Schule negativ behaftet ist. Es ist eine klare Unterscheidung zwischen der Einstellung z.B. eines Herrn Kiechle zu denen der aktuellen Schulverantwortlichen angebracht und ein stärkerer Druck auf führende Personen, wie z.B. Hr. Dartmann, angebracht, da diese letzlich durch bewusste Entscheidungen zur Vertuschung beigetragen haben.

  29. Lieber/Liebe Unsachlich, auch wir waren Schüler des Aloisiuskollegs.
    Uns war der Unterschied zwischen Schule und Orden relativ fremd.
    Ausserdem war es ja gerade der Internats und Schuleleiter, natürlich ein SJtler, der uns so bedrückte. Wir hatten immer gehofft, dass der Orden von aussen kommt und einschreitet. Wenn inzwischen am AKO tatsächlich eine Ebene der Schulführung existiert, die ernsthaft an die Dinge herangeht ist das erfreulich.
    Als ehemalige Schüler fühlen wir uns auch den jetzigen Schülern verbunden.
    Wir haben zum Beispiel längst sehr positiven Kontakt mit dem Alumni-Verbund, den Stellanern. Dies ist auch ein Beitrag für uns um mit dem damals geschehenen abzuschliessen. Es gibt unter uns nämlich so einige, die durch den Haupttäter nach Gebrauch und nachdem wir zu alt und für ihn uninteressant wurden oder weil wir uns dann wehren konnten, von der Schule verstossen wurden.
    In frühen Jahren aus einer Gemeinschaft verstossen zu werden, ist zusätzlich zum Missbrauch eine zweite bedrückende Erfahrung. Dann noch ohne Schulabschluss da zu stehen für viele mit einem doppelten´Lebenslänglich´gleichzusetzen..

  30. Träger und Gründer der Schule ist der Jesuitenorden.

    In einem Konzern würde man von einem Abhängigkeitsverhältnis der Tochtergesellschaft (vergleichbar mit der Schule) von der Gesellschafterin oder Obergesellschaft (vergleichbar mit dem Orden) sprechen.

    Da der Mann aus Rom zu den Gefahren des Internets gewarnt hat
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,729118,00.html
    heute mal was sehr Sachliches aus dem Internet:

    Man geht auf die Startseite des elektronischen Bundesanzeigers

    https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet

    Die vom Bundesministerium der Justiz bereitgestellte Plattform ermöglicht eine Suche nach Unternehmensnachrichten und Jahresabschlüssen.

    Dort gibt man unter “Suchbegriff” Aloisiuskolleg GmbH ein
    Und unter “Bereich” Rechnungslegung/ Finanzberichte an
    (Aloisiuskolleg in einem Wort schreiben)

    Es erscheint:
    Aloisiuskolleg gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
    Bonn-Bad Godesberg
    Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008
    Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008

    Dies ist die Bilanz der abhängigen Schule, leider wird die Bilanz der Gesellschafterin nicht veröffentlicht.

    Der Jahresabschluss der Schule auf den 31.12.2009 wurde noch nicht veröffentlicht, obwohl wir schon November 2010 schreiben. Die Darstellung zur Lage der Gesellschaft aus heutiger Sicht könnte interessant sein, vielleicht hat die Gesellschafterversammlung noch nicht stattgefunden, weil dieses Gesamtkunstwerk „Lagebericht“ noch nicht formuliert werden konnte.

    Mit Eingabe von Canisius Kolleg GmbH unter ”Suchbegriff “
    (Canisius Kolleg in zwei Worten schreiben)

    erhält man den Jahresabschluss der Canisius – Kolleg GmbH
    zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

    Der Jahresabschluss auf den 31.12.2009 wurde noch nicht veröffentlicht

    Hans Magnus Enzensberger

    ins lesebuch für die oberstufe

    lies keine oden, mein sohn, lies die fahrpläne:
    sie sind genauer. roll die seekarten auf,
    eh es zu spät ist. sei wachsam, sing nicht.
    der tag kommt, wo sie wieder listen ans tor
    schlagen und malen den neinsagern auf die brust
    zinken. lern unerkannt gehn, lern mehr als ich:
    das viertel wechseln, den paß, das gesicht.
    versteh dich auf den kleinen verrat,
    die tägliche schmutzige rettung. nützlich
    sind die enzykliken zum feueranzünden,
    die manifeste: butter einzuwickeln und salz
    für die wehrlosen. wut und geduld sind nötig,
    in die lungen der macht zu blasen
    den feinen tödlichen staub, gemahlen
    von denen, die viel gelernt haben,
    die genau sind, von dir.

    Aus: Hans Magnus Enzensberger, Verteidigung der Wölfe,

  31. „wir haben von Anfang an versucht aufzuklären mit verschiedenen unabhängigen Beauftragten“… da liegt eben das Problem => sie haben nicht mit den Opfer gesprochen…

    Zum Thema Fotos, möchte ich Euch eine kurze aber wahre Geschichte erzählen.

    Vor einigen Jahren wollte eine Bekannte von mir ihren Sohn ins Internat schicken. Sie hat „in den Büros“ (sagte sie) einige Bilder gesehen, wo halbnakckte Kinder zu sehen waren. Sie fand die Fotos nicht gut und entschied sich gegen das Internat.

    Sie sprach mit Bekannten und Freundinnen darüber und sie sagten, sie ware zu prüde…

    LG

  32. @unsachlich, am 29.11. ist Kiechle ja zu Besuch am AKO, vielleicht lädt die Schule oder die Schülerschaft oder die Elternschaft ja die Betroffenen zur Diskussion ein. Einige würden bestimmt gerne kommen und einige Missverständnisse können aus dem Weg geräumt werden…

  33. @Marta Raap, das ihre Bekannte diese Bilder dort zu sehen bekommen hat, war ein Test. Es sollte festgestellt werden inwieweit ihre Freundin bereit gewesen wäre wegzuschauen, damit ihr Kind dort auf das angebliche ´Edel-Internat´gehen könnte! Sie hat gut reagiert!

  34. Eine grosse Tradition:

    2004-Abrantesbuch, verhöhnt und lächerlich gemacht.
    2007-Raue untersucht ersten Fall von Kindesmissbrauch, vertuscht.
    2010-Man entfernt Beweismaterial und nennt die Schmuddelbilder Kunst.

    6 Jahre Aufklärung und Aufarbeitung am AKO:

    -Lächerlichmachen, Vertuschen und Verharmlosen!

  35. Wir verstehen jetzt, warum zum Zweiten Eckigen Tisch am 18. Sept. 2010 kein Jesuitenvertreter des AKO gekommen war: Das Thema „Bilder“ war zu befürchten.
    Am 18.9. warf ein AKO-Überlebender/-Opfer den vor uns sitzenden Jesuiten vor, dass das Bilder-Beweismaterial auf Rat von Frau Raue 2007 vernichtet worden sei. Wie fühlt man sich da, Herr Provinzial, wenn man es seit 5 Wochen anders weiß und trotzdem schweigt? Warum informierten Sie nicht über den neuen Sachverhalt?

  36. @Georg Bohn

    -Miguel Abrantes, „Sacro Pop“ ist als Zeitdokument in
    die Präsensbibliothek des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen
    und Jugend
    aufgenommen worden. Es soll der Ministerin sowie der dort angesiedelten
    unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs
    direkt vorgelegt werden.

    -Ursula Raue hat selbst gesagt dass sie es heute wohl anders machen würde und es eine neue und auswärtige Kraft braucht um am AKO aufzuklären..

    -der Provinzial hat, siehe oben, Willi Kramer, dem eckigen Tisch auf Anfrage den schlampigen Umgang mit den Schmuddelbildern verschwiegen. Wäre das bei echter Kunst nötig gewesen? Und ist Verschweigen nicht nur eine andere Form des Lügens?

  37. Diese Posinglücke ist ja erst vor 2 Jahren vom Gesetzgeber geschlossen worden. Ich sehe das Verbot sehr zwiespältig.

    Sicher, im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen und im Kontext kann man sich denken, daß hier vermutlich keine künstlerische Absicht dahinter stand.
    Wenn jemand zu irgendetwas genötigt oder gezwungen wurde, dann ist dies ohnehin zu verurteilen, dies war aber immer schon strafbar.

    Wenn jetzt allerdings jemand diese Bilder findet, z.B. auf dem Dachboden des verstorbenen Großvaters, der sich dann gleich als „Kinderpornobesitzer“ strafbar macht, dann geht mir sowas einfach zu weit. Er kennt ja auch die Hintergründe gar nicht.

    Die Abgrenzung zwischen legalem Nacktbild und Posing ist ja außerordentlich schwer und lässt auch sehr viel Interpretationsspielraum.
    Jeder Staatsanwalt, Richter, Polizist und Gutachter beurteilt dies anders.

  38. In diesem Fall hat aber kein Enkel die Bilder auf dem Dachboden gefunden, sondern ein bereits vorher wegen Mittäterschaft angezeigter und aus diesem Grund zurrückgetretener Schuleiter hat diese Bilder vom Kollegsgelände entfernt und privat untergebracht. Der Staatsanwaltschaft muss jetzt klären aus welcher Motivation und unter wessen Verantwortung und ob hier Strafvereitelung und Vertuschung vorliegt. Man kann davon ausgehen, dass die schlimmsten Bilder längst von der Hauptsammlung getrennt und eventuel vernichted sind, nachdem sie ja schon in der Verantwortung Raues 2007 einmal durchsiebt worden waren und jetzt wohl durch Schneider noch einmal.

  39. Aber im oben verlinkten Interview stand doch auch:

    „Nach dem Tod eines Paters im Sommer hätten sich in dessen Nachlass immer noch Fotos befunden.“

    Leider ist in solchen Fällen davon auszugehen, daß immer mal wieder irgendwo Fotos auftauchen. Man müßte auch mal abklären wo die Negative geblieben sind.

    Die Besitzstrafbarkeit von Posingfotos finde ich trotzdem hochproblematisch, eben aufgrund dieser Nachlass- und Zufallsfunde.

    Aber davon mal abgesehen, gibt es denn eine Stellungnahme von Frau Raue, welche Art von Bildern sie aussortiert hat ? Weshalb wurde überhaupt aussortiert und nicht alles vernichtet oder gar nichts ?

    So erweckt es zumindest auf mich den Anschein, man hat hier klar strafbares Material aussortiert, um die Bildersammlung dann jur. sauber zu halten. Von der dann folgenden erneuten Verschärfung des §184ers hat man dann evt. nichts (mehr) mitbekommen.

  40. Ja, Frau Raue hat auch schon einmal gesagt, dass sie heute anders handeln würde.. Jedenfalls ist damals, 2007, nichts kontrolliert worden. Jedenfalls handelt es sich aber nicht um Zufallsfunde aus uralten Zeiten, wenn die Fotos schon 2007 einmal Thema waren..